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Die Maremma im süden der Toskana

Die Maremma im süden der Toskana

Die Maremma im süden der Toskana

Die Maremma im süden der Toskana

Vor einigen Jahren, habe ich über meinen Foodblog eine Frau kennengelernt, die in ihren Beiträgen und Rezepte immer von der Maremma schwärmte. Mein Wissen über Italien und die verschiedenen Regionen beschränkte sich damals noch sehr auf Kalabrien und dem Grundwissen über die Metropolen Italiens.
Nach einigem hin und her Geschreibe, entschloss ich mich zu einem spontanten Trip in den Süden der Toskana. Das ist nun ziemlich lange her. Was ich fand, ist nicht nur einer der schönsten Fleckchen Italiens, sondern viele nette Mensche die heute zu Freunden geworden sin. Ich gebe euch heute also einen kleinen Einblick in eine Region, die ich quasi jedes Jahr mit meinem jüngsten Sohn für ein paar Wochen besuche.

Die Maremma liegt ganz im Süden der Toskana. Sie beheimatet auch einen Teil des Nordens der Region Latium. Eine schöne Reise ist deshalb auch von Genua über Lucca nach Grossetto und dann nach Rom.
So ähnlich wird in diesem Jahr (2020) unsere Fotoreise für unser erstes Kochbuch verlaufen.
Ich beginne normalerweise meine Reise in die Maremma mit einem Abstecher in Florenz.
Hier ein viel älterer Bericht dazu:
Florenz – Hauptstadt der Toskana

Im letzten Jahr ist meine Reise aber ganz anders verlaufen als sonst.

       

Unser Domizil für die 10 Tage war bisher meist das Podere all Campo dell´Olive.
Ein wunderschönes, altes Bauernhaus das Mitten in einem Olivenhain liegt.
Es liegt bei Gavorrano und ist einer der schönsten Ruhepole die ich jemals besucht habe.
Leider wird unser Freund Cesare in diesem Jahr sein Podere verkaufen, weil ihn die Liebe nach Mailand ziehen lässt. Wir hoffen aber, das es schon bald einen Käufer für diese Traumoase geben wird und wir dann
wieder dort übernachten können.

Wir haben in dieser Region schon viele Orte besucht, doch ein Ort der quasi immer auf unserem Programmpunkt steht ist die mittelalterliche Stadt Massa Marittima.
Sobald man auf dem Piazza Garibaldi steht und auf die Kathedrale San Cerbone blickt, spürt man sofort den römischen Einfluss und fühlt sich sofort in diese Zeit zurückversetzt.

           

Ich kann schwer dieses Gefühl beschreiben, wenn ich in diesem kleinen Ort bin, aber ich bin jedes Mal aufs neue fasziniert.

In diesem Jahr waren wir zum ersten mal in der, angeblich kleinsten L´Osteria der Welt,
“La Tana dei Brilli”, von der TV Köchin Raffella Cecchelli. Ein Tipp den wir nicht bereut haben.

         

Immer gut gelaunt, mein Assistent Santino 😉

Bei Raffaela gibt es zwar nur eine kleine, aber dafür eine sehr traditionelle und wunderbar gute Auswahl an frisch zubereiteten Speisen.

Crostini alla Toscana als Antipasto mit einer Paste aus Hühnerleber, Wein und Gemüse.

      

Dazu ein Vermentino und natürlich ein Bio Olivenöl aus der Region.

Als Primo, aber in diesem Fall auch unsere Hauptspeise, handgemachte Parpadelle mit einem Ragù von Wildschwein, das es in dieser Region oft und gerne gibt.

          

Als Dolce, eine hangemachte Torta della Nonna nach Art des Hauses und ein Espresso nach traditioneller Art aus der Bialetti.

Besser hätte unser erstes Mittagsessen niemals ausfallen können.

Danach noch ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt.

Und am Ende ein Blick über den ganzen Ort.

Die Maremma im süden der Toskana

Einen Tag später haben wir uns nach Scarlino aufgemacht. Der Ort selbst ist sehr unscheinbar, doch wirklich schön ist der Blick über die Region vom Kastell der Aldobrandeschi, von dem man bei schönem Wetter bis nach Elba und Korsika blicken kann.

Die Maremma im süden der Toskana

In Scarlino hätten wir eigentlich Mittags eine einfache Pizza gegessen, denn erwartet haben wir nichts bestimmtes. Doch am Ende kam alles anders. Als Gäste der “Vecchia Locanda” hatten wir einen der besten Teller Pasta, den wir jemals gegessen haben.

Diese Picci mit Pilzen, Guanciale und sautierten Tomaten, haben mein Herz wirklich höher schlagen lassen. Zuhause habe ich dann dieses Rezept daraus gemacht:

Pici alla Vecchia Locanda

Ich wäre heute nicht regelmäßig in der Maremma, hätte ich nicht Luigi Sabatini vom Frantoio San Luigi kennengelernt.

Luigi sieht normalerweise nicht wie der “junge” Weihnachtsmann aus 😉

Mal davon abgesehen, das Luigi ein wirklich sehr gutes Olivenöl macht, kann ich heute ganz klar sagen, das wir sehr gute Freunde geworden sind. Wir haben einen sehr freundschaftlichen Kontakt und falls ihr mal in der Maremma unterwegs seid, empfehlen wir euch Luigi und seine Familie im Frantoio spontan zu besuchen. Ihr könnt sein wunderbares Olivenöl direkt vor Ort kaufen und auch direkt eine Olivenöl Verkostung machen. So gut wie jeden Tag. www.sanluigi.de

In diesem Jahr hat uns unser Gastgeber Cesare mit jemandem bekannt gemacht, über dessen Kontakt ich mehr als dankbar bin. Der Junge Chefkoch und Gastronom Nicola Fantini, den wir in seinem Restaurant besuchen durften. Das “Il Fanta” liegt auf einem Berg umgeben von Weinreben. Es ist eine traumhafte Location bei der wir einen unglaublichen Tag verbringen durften. Sowohl bei der Vorbereitung in der Küche, als auch beim Mittagessen mit dem Team, bis zum Aperetivo und dem unglaublichen Sonnenuntergang und dann, dem Dinner am Abend.

Die Maremma im süden der Toskana

Nicola Fantini

Aperetivo

Und der Sonnenuntergang

Mehr von Nicola und dem Il Fanta könnt ihr hier lesen:
Risotto alla Maremmana nach Nicola Fantini

Selbt einen Tag später haben wir uns wieder mit Nicola getroffen der uns zur Cantina  Rocca di Montemassi brachte und mit dem wir auch in Follonica am Strand, im Ristorante il Boschetto, einen phantastischen Teller Linguine ai Frutti di Mare hatten.

           

Die Maremma im süden der Toskana

Da wir uns normalerweise in Gavorrano und Bivio di Gavorrano aufhalten, frühstücken wir auch morgens gerne dort im Ort. Auch wenn Cesare jeden Morgen ein schönes Frühstück macht, gibt es doch nichts italienischeres, als ein süßes Frühstück in einer Bar im Ort.

     

Im Le Pintagioni der kleinen Pasticceria, kostet tatsächlich ein süßes Frühstück aus verschiedenen Teilchen, einem Espresso Macchiato und 2 alkoholfreien Getränken, keine 10 €.
Geschmacklich aber unbezahlbar.

Am letzten Abend haben wir uns mit unserem Freund Luigi zu einem sehr traditionellen und ausgezeichneten Abendessen in der Vecchia L´Osteria, ebenfalls in Gavorrano verabredet.

         

Tortelli Maremmani

Es ist schon nicht mehr wie ein Urlaub, sondern eher wie nachhause kommen. Auch für meinen Assistenten und jüngsten Sohn Santino.

Wir freuen uns sehr auf dieses Jahr, wenn wir unser erstes Kochbuch heraus bringen und wir vorher dafür, natürlich auch die Maremma bereisen und dort Fotos machen mit all unseren Freunden.


Ich hoffe ihr hattet Spaß an diesem kleinen Einblick in eine meiner liebsten Regionen Italiens.
Falls ihr fragen habt zu einzelnen Orten, Locations oder Personen, freue ich mich über ein Kommentar hier unter dem Beitrag.

Euer Domenico

 

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3 Responses to Die Maremma im süden der Toskana

  1. Avatar
    G. Lemcke & H. Mitzkewitsch 23. Februar 2020 at 3:19 #

    Hallo Domenico,

    wie immer sehr, sehr schöne Bilder. Wir waren in Magliano einer traumhaften “Agriturismo Pension”

    Kochbücher gibt es ja im Überfluss,
    wir glauben aber dass Dein Kochbuch für Liebhaber der mediteranen Küche (oder die es werden möchten) etwas “Besonderes” wird.

    Die Rezepte sind etwas anders und anspruchsvoller, wie man sie aus den meisten deutschen “Italienischen Ristorantes” kennt.
    Gut beschrieben ( mit alternativen Zutaten sowie Mengenangaben) und tollen Bildpräsentationen und Texten.

    Gutes Gelingen für Dein Kochbuch!

    In diesem Sinne

    … alla hopp oder cordiali saluti

    • Domenico Gentile
      Domenico Gentile 23. Februar 2020 at 3:58 #

      Hallo Ihr Zwei 😉

      Vielen Dank für das nette Kommentar.
      Ich gebe mir Mühe, aber Leser wie ihr machen es mir sehr einfach!
      Danke 🙂

  2. Avatar
    Oliver Schulz 5. März 2020 at 21:05 #

    Ein wirklich toller Bericht über Maremma, da bekommt man sofort Fernweh! Ich muss da auch mal hin…

    Kulinarische Grüße
    Oliver

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