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Asparagi allo scoglio

Asparagi allo scoglio

Asparagi allo scoglio

Ein Gericht, das man sonst nur als Pasta mit Meeresfrüchten kennt, haben wir in der Spargelzeit kurzerhand
ummodifiziert.

Wenn ich im April in meine Heimat Kalabrien fahre, schaue ich was der Markt so hergibt und kaufe die Dinge die ich gerne esse.
Cima di Rapa, Artischocken und wilder Spargel gehören  definitiv dazu.

Der Markt in Crotone in Kalabrien den ich gerne besuche, bieten neben frischem Gemüse und Obst auch eine große Anzahl fangfrischem Fisch.
Es liegt also nahe, dass ich dort alles finde für ein leckeres Mittagessen, bestehend aus Meeresgetier und Gemüse.

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Wilder Spargel ist in Kalabrien sehr beliebt. Er wächst quasi wie Unkraut an vielen Plätzen und sieht eher aus etwas dicker Schnittlauch mit einem Spargelkopf. Er ist schnell zubereitet, nicht empfindlich und trotzdem gut im Geschmack.

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In Kalabrien nehmen wir außerdem für unser Essen meist rote Tropea Zwiebeln. Ein Kilo kostet etwa 1 € und naja was soll man sagen.
Dieser süß-scharfe Geschmack ist unverwechselbar und passt hervorragend zu eigentlich jedem Pastagericht.

Schneidet 2 rote Zwiebeln in feine Streifen, ebenso eure Knoblauchzehe. Wascht eure Tomaten und den Spargel etwas ab.
Schneidet die Tomaten in viertel und den Spargel in etwa 3 cm breite Teile. Den unteren, holzigen Teil des Spargel könnt ihr gerne für eine Suppe verwenden.

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Gebt in eine hohe Pfanne etwa 2-3 EL Olivenöl. In Kalabrien und auch sonst in Italien verwendet man immer gut die doppelte Menge an Olivenöl, also nicht wundern wenn auf dem Bild etwas mehr Öl zu erkennen ist.
Bratet die Zwiebeln und den Knoblauch vorsichtig darin an.

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Ich habe frische Meeresfrüchte verwendet. Vongole, Sepia, Krabben. In Crotone gibt es diese Mischung portionsweise zu kaufen.
Wenn ihr gefrorene Meeresfrüchte verwendet, solltet ihr diese in einer Schale im Kühlschrank auftauen lassen.
Danach abwaschen, etwas trocken tupfen und mit ein paar Spritzern Zitronensaft, etwas Olivenöl und einer gehackten Knoblauchzehe marinieren. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen.

Die Meeresfrüchte dann mit in die Pfanne geben.

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Normalerweise verlieren frische Meeresfrüchte beim kochen enorm viel Wasser. Das ist grundsätzlich ein gutes Zeichen.
Gebt dennoch direkt eure anderen Zutaten, bis auf den Spargel, mit in die Pfanne, damit sich alle Geschmäcker gut miteinander verbinden.
3 EL passierte Tomaten untermischen.

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Bei den Tomaten ist es wichtig, dass ihr an Ihnen riecht. Nehmt sie in die Hand. Am besten sollten die Tomaten noch an einem Strauch hängen.
Sie sollten überreif sein, nicht matschig. San Marzano ist eine gute Sorte für solch ein Gericht. Süß und fruchtig.

Salzt und pfeffert eure Sauce erst, wenn die Tomaten sich schon anfangen aufzulösen. Erst dann habt ihr die säure der Tomate im Gericht und erkennt wo die Reise hin geht.

Schneidet euren Basilikum in grobe Stücke und gebt diesen ebenfalls hinzu. Geriebenen Peperoncino dazu geben. Soll nicht scharf werden, nur etwas pikant.

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Wenn die Sauce schon gut eingekocht ist kommt euer Spargel hinzu. Wilden Spargel kochen wir nicht vorher. Selbst wenn ihr grünen Spargel verwendet, reicht es wenn ihr ihn nur 1 Minute in euer kochendes Nudelwasser gebt. Aus dem Topf dann heraus schöpfen und direkt mit in die Sauce geben.

Anschließend direkt die Pasta im gleichen Wasser kochen und diese dann ebenfalls in die Sauce schöpfen.
Nochmal abschmecken und auf tiefe, wenn Möglich, vorgewärmte Teller geben.

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Wir wünschen euch gutes gelingen und Buon Appetito

 

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